Wenn ich über Stoffwechsel rede, dann denken die meisten zuerst an „irgendwas mit Kalorien“ und „Abnehmen“.

Aber der Stoffwechsel ist viel mehr als das.

Dein Stoffwechsel ist dafür zuständig Energie zu produzieren und dein gesamter Körper ist von diesem Energiefluss abhängig.

Ja, wenn du Schwierigkeiten hast abzunehmen, dann ist dein Stoffwechsel wahrscheinlich gestört… aber es geht um viel mehr als das.

 

Es geht um deine Fähigkeit Hormone zu produzieren, deine Gesundheit und dein Wohlbefinden insgesamt. 

Was macht einen gesunden Stoffwechsel aus?

Ein effizienter, starker Stoffwechsel versorgt jede Zelle in deinem Körper mit der Energie, die sie braucht, um optimal zu funktionieren. Dadurch kann jede Zelle ihre Aufgaben bestmöglich erfüllen und du als Organismus blühst auf.

Du strotzt vor Energie, kannst dich stundenlang fokussieren, heilst schnell und alterst langsamer.

In diesem Fall ist dein Stoffwechsel effizient, weil du deinen Körper genau mit den Nährstoffen versorgst, die er braucht. Bei dieser effizienten Art des Stoffwechsels entstehen gesunde Abbauprodukte und die Fettverbrennung ist ein Kinderspiel.

Ganz anders sieht die Sache aus, wenn der Stoffwechsel gestört ist.

Dann wird weniger Energie produziert und es entstehen ungesunde Stoffwechsel-Abbauprodukte im Prozess.

Weil deinem Körper Nährstoffe fehlen, oder du ihm zu großen Stress aussetzt, können die Zellen nicht mehr auf dem „höchsten Level“ operieren und beschränken sich auf grundlegende Funktionen.

Je schlechter der Stoffwechsel, desto mehr leidet die Energieproduktion und dein Wohlbefinden.

Irgendwann werden „höhere“ Funktionen, wie Regenerieren, hohe Testosteronproduktion und Libido runtergefahren und der Körper beschränkt sich nur noch auf überlebenswichtige Prozesse.

Dein Überleben wird gesichert, aber dein Wohlbefinden ist katastrophal.

Der Arzt bestimmt mithilfe eines Blutbilds deinen Stoffwechsel.

Aber es gibt gute Indikatoren, die du selbst zuhause messen kannst, um relativ zuverlässig zu bestimmen, wie es um deinen Stoffwechsel steht.

Diese 7 Symptome treten auf, wenn deine Stoffwechselrate sinkt und du weniger Energie hast. Anhand dieser Indikatoren erkennst du, wie es um deine Energieproduktion und deine Gesundheit steht.

1. Kalte Hände und kalte Füße

Das ist ein klassisches Symptom eines schwachen Stoffwechsels.

Denn ein gesunder Stoffwechsel produziert Energie und dabei entsteht Wärme. Im ganzen Körper.

Wenn der Stoffwechsel sich verlangsamt, dann nimmt auch die Wärmeproduktion ab.

… Aber es geht noch einen Schritt weiter.

Wenn du deinen Stoffwechsel durch schlechte Gewohnheiten runterfährst, setzt eine Art „Stressstoffwechsel“ ein.

Dabei übernehmen Stresshormone wie Cortisol und Adrenalin das Kommando über deine Energieproduktion. Sie geben deinen Zellen das Signal schnell Energie zu produzieren – koste es was es wolle.

Dieser Prozess ist allerdings sehr ineffizient.

Es werden viele Ressourcen verbraucht, um wenig Energie herzustellen und es entstehen ungesunde Abbauprodukte, wie Milchsäure.

Die Stresshormone haben zusätzlich eine gefäßverengende Wirkung. Das bedeutet, die Blutgefäße ziehen sich zusammen und der Blutfluss zu nicht überlebenswichtigen Teilen des Körpers (Extremitäten) wird eingeschränkt, um eine Versorgung zum Gehirn, Muskeln und Organen zu gewährleisten.

Das bedeutet: Immer, wenn du kalte Hände und Füße, oder eine kalte Nasenspitze hast, wird die Energieproduktion über Stresshormone „gesteuert“ und nicht über Schilddrüsenhormone.

Dein Stoffwechsel ist „langsam“ und ineffizient.

Wenn dein Körper länger in diesem Zustand ist, dann wird die Schilddrüse weiter unterdrückt und der Stressstoffwechsel wird noch verstärkt.

2. Niedrige Körpertemperatur (nach dem Aufstehen)

Das schlägt in eine ähnliche Kerbe.

Wenn du morgens aufwachst, schlagen deine Stresshormone zwar kurz aus, damit du aufwachst, aber grundsätzlich sollten sie niedrig sein.

Denn über Nacht erholst du dich und produzierst Hormone, die Stress entgegenwirken.

Dadurch bekommst du am Morgen einen recht „unverfälschten“ Eindruck von deinem Stoffwechsel.

Besonders deutlich wird das an deiner morgendlichen Körpertemperatur.

Im Optimalfall beträgt sie nach dem Aufstehen rund 37°C (oder 36,6°C, wenn du unter den Armen misst). Wenn deine Temperatur niedriger ist, dann sind wahrscheinlich Stresshormone erhöht und dein Körper läuft über den „Stressstoffwechsel“, statt über den effektiven Energiestoffwechsel.

3. Die Testosteronwerte fallen

Stoffwechsel und Testosteronproduktion sind untrennbar miteinander verbunden.

Denn ein gesunder Stoffwechsel wird durch das aktive Schilddrüsenhormon T3 gesteuert.

Und T3 wiederum ist auch für die Steroidsynthese zuständig.

Das Schilddrüsenhormon T3 sorgt dafür, dass aus Vitamin A und LDL Cholesterin das „Muttersteroid“ Pregnenolon hergestellt wird.

Wenn der Stoffwechsel langsam ist und wenig T3 produziert wird, dann macht sich das schnell in niedrigeren T-Werten bemerkbar.

Du fühlst dich schlapper, antriebsloser und weniger motiviert.

Dein Körper kann sich keine starke T-Produktion mehr leisten.

4. Haarausfall

Wenn dein Stoffwechsel langsam ist und dein Körper gerade so viel Energie produziert, um zu überleben, dann werden „höhere“ Funktionen, die nicht überlebenswichtig sind, runtergefahren.

Und das macht sich vor allem beim Haarwachstum bemerkbar.

Haare sind kostspielig und wenn dein Körper sich in einem Zustand der ineffektiven Energieproduktion befindet, kann er sich die volle Haarpracht immer weniger leisten.

Dazu kommt noch, dass die „ungesunden“ Abbauprodukte eines schwachen Stoffwechsels für Verkalkungen sorgen, die mit dem klassischen angeblich „genetisch bedingten“ Haarausfall in Verbindung gebracht werden.

Kurz: Haarausfall ist ein klassisches Symptom für einen schwachen Stoffwechsel.

(Und falls du eine spezifische Anleitung suchst, um deinen Haarausfall gezielt umzukehren, dann erfährst du hier, wie du das anstellst.)

5. Schlechte Schlafqualität

Wenn dein Stoffwechsel absinkt, dann lässt auch schlechter Schlaf nicht lange auf sich warten.

Anschaulich sieht man das bei Kindern, die in der Regel einen ausgezeichneten Stoffwechsel haben: Ihre Wundheilung ist rasant, tagsüber sprühen sie vor Energie und nachts schlafen sie tief und fest.

Ältere Menschen dagegen haben häufig einen schwachen Stoffwechsel, was dazu führt, dass sie tagsüber weniger Energie haben und ständig müde sind, aber nachts trotzdem kaum schlafen.

6. Deine Laune ist instabil

Wenn du schnell deprimiert, gereizt, aggressiv oder angespannt bist, dann deutet das darauf hin, dass Stresshormone am Werk sind.

Und das ist wiederum ein Zeichen für deinen Stressstoffwechsel, der deinen gesunden Energiestoffwechsel unterdrückt.

Wenn du merkst, dass sich für längere Phasen deine Stimmung aufhellt, du nur schwer aus der Ruhe zu bringen bist und mit einem Lächeln durch die Welt gehst, ist das ein Zeichen sicheres dafür, dass du dein Stoffwechsel sehr gut funktioniert.

Denn deine Zellen produzieren so viel und so effizient Energie, dass dein Körper Reserven hat, um sich den Stresshormonen zu widersetzen. Dadurch hast du die wortwörtlichen Nerven wie Drahtseile.

7. Du setzt schneller Fett an und baust langsamer Muskeln auf

Ein Stoffwechsel, der über Stresshormone läuft, stößt im Körper viele ungesunde Prozesse an.

Unter anderem ist Cortisol für den berüchtigten „Stressbauch“ bekannt.

Denn chronisch erhöhte Stresshormone führen dazu, dass Nahrung schnell als Fett gespeichert wird. Der Körper befindet sich in einem Ausnahmezustand und speichert vermehrt Körperfett, um für den Notfall eine eiserne Reserve zu haben.

Das führt bei vielen zu einer Diätkrise.

Denn obwohl Diäten dazu gedacht sind, Fett zu verbrennen, führen die meisten dazu, dass dein Stoffwechsel in den Keller fällt.
Durch Unterernährung, fatale Essgewohnheiten, schlechte Lebensmittel und kontraproduktive Gewohnheiten richten die meisten Diäten viel mehr Schaden an, als dass sie nutzen.  

Gleichzeitig ist Cortisol ein kataboles (abbauendes) Hormon, das Muskeln abbaut.

Der Stressstoffwechsel sorgt dafür, dass du schneller Fett speicherst und dass Muskelmasse aufgezehrt wird.

Kommen dir diese Symptome bekannt vor?

Das sind sieben Symptome für einen langsamen Stoffwechsel.

Doch was ist die Ursache dafür, dass er absinkt und der Stressstoffwechsel überhand nimmt?

Die häufigsten Ursachen sind alltägliche Gewohnheiten, die deinen Stoffwechsel sabotieren und Nährstoffunterversorgung.

Wenn deinem Körper bestimmte Mikronährstoffe, oder sogar ganze Makronährstoffe fehlen, dann sinkt der Stoffwechsel. Denn dem Körper stehen nicht mehr die Ressourcen zur Verfügung, um effizient zu funktionieren.

Deine Gesundheit und dein Stoffwechsel verbessern sich drastisch, wenn du diese Fehler abstellst und durch neue Gewohnheiten ersetzt, die deine Energieproduktion aktiv in Schwung bringen.

Welche Maßnahmen sind das?

Das erfährst du hier.

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