NoFap und Testosteron – senkt Masturbation Testosteron?

Ein Thema das umrangt ist von zahlreichen Mythen, aber auch einen Kern der Wahrheit in sich trägt.
Denn nicht nur die wachsende NoFap-Community sieht in Abstinenz lebensveränderndes Potenzial, auch berühmte Persönlichkeiten wie Napoleon Bonaparte, Thomas Jefferson, George Washington, Oscar Wilde, Abraham Lincoln, Muhammad Ali, Mike Tyson und William Shakespeare verzichteten angeblich auf Selbstbefriedigung.
Unter anderem soll durch den Verzicht auf Masturbation Testosteron gesteigert werden.

Aber steigert NoFap Testosteron? Und wird durch Masturbation Testosteron gesenkt?  

Die kurze Antwort: Ja. es kann passieren.
Die lange Antwort gibt’s in diesem Artikel.

Es ist verständlich, dass diese Fragen oft gestellt werden, denn die Schlussfolgerung liegt nahe:
Schließlich wird der Großteil des Testosterons in den Hoden hergestellt und folglich, so die Annahme, wird bei einer Ejakulation das frisch produzierte T verschleudert.

Doch so einfach ist die Rechnung nicht.

Ejakulation und Testosteron

Um direkt auf den Punkt zu kommen: Verschiedene Studien haben gezeigt, dass eine Ejakulation keinen direkten Effekt auf Testosteron hat, da Testosteron eben etwas gänzlich anderes als Sperma ist und nicht einfach mit rausgeworfen wird. (Studie, Studie, Studie)

Wenn man also nur die Handlung an sich betrachtet wird, dann kann man sagen, dass Masturbation Testosteron nicht senkt.

Aber lass uns nicht an der Oberfläche bleiben bei einem Thema, das derart diskutiert wird.

Denn es gibt noch deutlich mehr dazu zu sagen:

Eine einzelne Ejakulation scheint keinen Einfluss auf die Testosteronwerte zu haben.
Anders sieht die Sache aus, wenn es bis zum Punkt der „sexuellen Erschöpfung“ getrieben wird.
Das bedeutet, wenn besonders oft in kurzer Zeit und besonders erbarmungslos das Flötensolo gespielt wird. Denn dadurch reduziert sich die Dichte der Androgenrezeptoren im Gehirn. (Studie) Und es erhöht sich gleichzeitig die Dichte der Östrogenrezeptoren. (Studie)

Ein Androgenrezeptor ist wie das Schloss einer Schatzkammer und Testosteron ist der Schlüssel. Man kommt nur ans Gold hinter der Tür, wenn beides vorhanden ist. Testosteron muss sich an einen Androgenrezeptor binden, um seine Wirkung zu entfalten.

Also, auch wenn eine einzelne Ejakulation keinen Effekt auf Testosteron hat, kann exzessives Masturbieren dazu führen, dass Testosteron nicht mehr die gleiche Wirkung hat.

Ejakulation und Prolaktin

Auch ist Testosteron bei Weitem nicht das einzige Hormon, das in den Akt involviert ist.
Ein weiteres, spannendes Hormon ist Prolaktin, besser bekannt als das „Milchhormon“. Denn es führt bei Frauen in der Schwangerschaft zur Milchproduktion.
Für uns ist es interessant, weil zu viel Prolaktin bei Männern die Testosteron- und Dopaminproduktion unterdrückt und so zu erektiler Dysfunktion führen kann. (Studie)

Prolaktin wird jedesmal nach einem Orgasmus ausgeschüttet, was zu der klassischen postkoitalen Müdigkeit führt.
Die Prolaktinwerte sind bis zu 30 Minuten nach dem Orgasmus stark erhöht und unterdrücken sexuelles Verlangen. Anschließend flachen sie wieder ab.

Auch das ist ein natürlicher Prozess und prinzipiell nichts, worum man sich Sorgen machen müsste… solange man nicht mehrmals am Tag Hand an sich legt. Mehr dazu hier.

Abstinenz und Testosteron

Auch wenn Testosteron offenbar nicht durch die Ejakulation verschleudert wird, kann trotzdem ein Zusammenhang bestehen zwischen Abstinenz und gesteigertem T.

Doch ist es tatsächlich so und wenn ja, warum?!

Abstinenz ist eine übliche Praxis in kompetitiven Sportarten wie Boxen. Über Muhammad Ali wird gesagt, er hätte 6

Wochen vor einem Kampf auf Sex verzichtet, um seine Aggression und Härte zu steigern. Auch der Trainer von Manny Pacquiao war der Meinung, das Sex vor einem Kampf „weich“ macht. (Quelle)

Ist das nur ein mentaler Trick mit starkem Placebo-Effekt oder ist da auch auf hormoneller Ebene etwas dran?

  1. In der Tat zeigen Studien, dass kurzzeitige Abstinenz Testosteron steigert. In der berühmten asiatischen Studie stiegen die Testosteronspiegel durchschnittlich um 145% durch 7-tägige Enthaltsamkeit. (Studie)
  2. Bei 3 wöchigem Verzicht war der Anstieg geringer, aber die Werte waren dennoch leicht erhöht. (Studie)

Es gibt noch keine abschließende Antwort warum das passiert. Die wahrscheinlichste Theorie ist, dass es sich dabei um einen evolutionsbiologischen Mechanismus handelt, der die Reproduktion anregen soll.

 

Sex und Testosteron

Wir können bis hierhin festhalten, dass Ejakulationen Testosteron kurfristig nicht beeinflussen. Wenn man es allerdings bis zum Punkt der sexuellen Erschöpfung treibt, reduzieren sich die Androgen-Rezeptoren, was dazu führt, dass Testosteron nicht vollständig verwertet werden kann.

Das führt uns zur letzten Frage:

Was ist mit Sex?

Anders als Selbstbefriedigung, erhöht Sex den Testosteronspiegel. Um das zu beweisen schickten Forscher 44 freiwillige Männer im Rahmen eines Experiments in einen Sex Club. 26 sahen zu, während die anderen 18 Sex hatten. (Da soll nochmal einer sagen Wissenschaftler hätten keinen Humor) Die Männer, die in sexuelle Aktivität involviert waren, verzeichneten einen Anstieg der T-Spiegel von 72% und diejenigen, die zusahen immerhin von 11%. (Studie) Eine Studie mit Männern über 60 hat außerdem ergeben, dass diejenigen, die häufiger Sex hatten, auch mehr Testosteron im Blut aufwiesen. (Studie)

Auch hormonell besteht also zwischen Sex und Masturbation ein meilenweiter Unterschied. Es ist noch nicht ganz klar,woran das liegt, dass Sex so sich so viel stärker auf die T-Level auswirkt, aber es sind wohl eine Reihe psychologischer und physiologischer Faktoren: Pheromone, zwischenmenschliche Gefühle und Nähe, etc. etc.

Fazit

Wie immer ist die Welt nicht schwaz-weiß. Es gibt nicht die eine Antwort auf die Frage steigert NoFap Testosteron und senkt Masturbation das T.

Sondern die Antwort lautet mal wieder: Es kommt drauf an.

  • Kurfristig hat eine Ejakulation keine Auswirkung auf deinen Testosteronspiegel
  • Exzessives Masturbieren führt dazu, dass sich die Androgenrezeptordichte reduziert
  • 1-wöchige Abstinenz steigert Testosteron signifikant
  • Sex mit einer realen Person, im Gegensatz zu deiner Hand, steigert Testosteron

Oder um es mit den Worten des eingangs erwähnten, berühmten Fapstronauten Shakespeare zu sagen:

Der Seelen Tod in schimpflicher Zerstörung
Ist Lust in Tat: und bis zur Tat, ist Lust
Meineidig, mörd’risch, blutig, voll Betörung,
Roh, wild, wüst, grausam, ihrer unbewußt.
Genossen kaum, und alsobald verachtet;
Gejagt mit Unsinn, und, erbeutet kaum,
Gehaßt mit Unsinn; wie ein Tier verschmachtet,
Das man mit Gift betört im engen Raum.
Toll im Bestreben, töricht im Genuß;
Besitz, Erwerb ist Wahnsinn, sonst und jetzt.
Im Schlürfen Seligkeit; geschlürft, Verdruß:
Erst ein gehofftes Fest, ein Traum zuletzt.
Wohl ist dies weltbekannt, doch selten meidet
Die Welt den Himmel, der zur Hölle leitet.

 

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