Serotonin und Testosteron (+ 7 Tipps, um Serotonin zu senken)

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Im letzten Artikel haben wir uns angeschaut, warum Serotonin NICHT das Glückshormon ist… sondern ganz im Gegenteil eher als Winterschlafhormon zu bezeichnen ist.

Wenn du den Artikel noch nicht gelesen hast, dann kannst du das hier nachholen.

In diesem Beitrag hier wollen wir uns anschauen, wie sich Serotonin auf die Testosteronproduktion auswirkt.

Serotonin als Testosteronbremse

Diesmal kein langer Spannungsbogen.

Kommen wir gleich auf den Punkt:

Serotonin senkt Testosteron.

Wie sich Serotonin genau auf die Testsoteronproduktio auswirkt, wird besonders anschaulich an einem Wirkstoff namens para-Chlorophenylalanin deutlich.

Dieser Wirkstoff unterdrückt die Serotoninproduktion… und zwar drastisch.

In einer Studie haben Forscher einigen Ratten diesen Wirkstoff verabreicht und mussten feststellen, dass aus gewöhnlichen Nagern plötzlich wildgewordene “Sexmaschinen” im wahrsten Sinne des Wortes wurden.

Ich zitiere die Forscher:

“para-Chlorophenylalanine depletes brain serotonin and induces longlasting sexual excitation in male rats.” (Studie)

Die Testosteronwerte und Libido schossen durch die Decke.

Ein Serotoninüberschuss unterdrückt die Testosteronproduktion und wenn Serotonin gesenkt wird, steigen Testosteronwerte und Libido.

Serotonin und Impotenz

Noch eine Erkenntnis aus einer anderen Studie (diesmal übersetzt):

Sexuelle Dysfunktion oder sogar Impotenz bei Männern, können durch überaktive Serotoninrezeptoren verursacht werden. Ein absoluter oder relativer Überschuss von 5-HT (einem Serotoninrezeptor) wirkt Testosteron entgegen.

Bei Männern, die als “psychologisch impotent” gelten, weil die TestosteronBLUTwerte im Normalbereicht liegen, sind in vielen Fällen die 5-HT Rezeptoren überaktiv und Testosteron wird im Gehirn unterdrückt.

Das bedeutet:

Wenn die 5-HT Konzentration bei diesen Männern gesenkt wird, dann steigen die Testosteronwerte UND – in den Worten der Forscher – eine “lebhafte sexuelle Stimulation” setzt ein.

(In dieser Studie bei der Hälfte der Testpersonen.)

Serotonin unterdrückt den Stoffwechsel

Dann gibt es noch die intressante Korrelation, dass Menschen mit einem “langsamen Stoffwechsel” dazu neigen, hohe Serotoninwerte zu haben. (Studie, Studie, Studie)

Unter anderem unterdrückt Serotonin die Produktion von Schilddrüsenhormone. (Studie, Studie)

Und wie wir wissen ist der Stoffwechsel ganz entscheidend für eine gesunde Testosteronproduktion.

Denn das aktive Schilddrüsenhormon sorgt gemeinsam mit Vitamin A dafür, dass Cholesterin in Steroidhormone umgewandelt wird.

Serotonin und seine Freunde

Schauen wir uns jetzt noch die Gesellschaft an, in der Serotonin gerne auftritt, ganz nach dem Motto: “Zeig mir deine Freunde, und ich sag dir wer du bist.”

Wer sind die Freunde von Serotonin?

Serotonin erhöht Stresshormone wie Östrogen, Cortisol und Prolaktin und hat mit ihnen synergetische Effekte. (Studie, Studie, Studie)

Umgekehrt wird Serotonin durch diese Hormone auch selbst gesteigert.

Beispielsweise sind erhöhte Prolaktinwerte (das “Männerbrüste-Hormon”) bekannte Nebenwirkungen von Antidepressiva, die Serotonin verstärken (SSRIs). (Studie)

Serotonin und Endotoxine

95% des Serotonins, das sich im Körper findet, ist nicht im Gehirn, sondern im Verdauungstrakt unterwegs. 

Da befähigt es unter anderem den Stuhlgang… aber hängt auch eng zusammen mit sogenannten Endotoxinen.

Das sind toxische Zellwände von bestimmten Darmbakterien, die unter anderem die Sauerstoffaufnahme der Zellen behindern.

Ein Überschuss an Endotoxinen steht in Verbindung mit Entzündungen im Darm und Autoimmunerkrankungen und niedrigen Testosteronwerten. (Studie)

Und Endotoxine sorgen für eine vermehrte Freisetzung von Serotonin und aktivieren Enzyme, die Östrogen synthetisieren.

Was kannst du tun?

1. Achte auf die Gesundheit deines Magen-Darm-Trakts

Rund 95% des Serotonins wird im Darm von Darmbakterien produziert und durch Endotoxine begünstigt.

Wenn die “falschen” Darmbakterien wuchern, dann entsteht zu viel Serotonin und Symptome wie Verdauungsprobleme und Entzündungen machen sich bemerkbar. (Studie, Studie)

Natürliche Antibiotika können den Überschuss an Darmbakterien und Serotonin reduzieren.

Dazu gehören:

  • Propolis
  • Berberine
  • Oregano-Öl
  • Aktivkohle + Kokosöl

Das ist allerdings nur Symptombehandlung.

Denn die Ursache dafür, dass Bakterien wuchern liegt in anderen Faktoren.

Und zwar in schlecht-verdaulichen Lebensmitteln, oder wenn du zu wenig kaust.

2. Vermeide Mehrfach ungesättigte Fettsäuren

Bei mir kommt keine Tipp-Liste ohne diese Empfehlung aus… und das aus gutem Grund.

Eine Ernährungsweise, die reich an Omega-6-Fettsäuren ist, ist wohl einer der größten Verursacher hoher Serotoninwerte. Die findet sich in so gut wie allen fertig-gebratenen, fertig-zubereiteten “Lebensmitteln”, die man so im Supermarkt, oder im Restaurant bekommst. (Studie)

3. Östrogen senken

Weil Östrogen so eng mit Serotonin zusammenarbeitet sorgen erhöhte Östrogenwerte auch dafür, dass die Serotoninsynthese angekurbelt wird.

Wie senkst du Östrogen?

Das erfährst du hier.

4. Freie Fettsäuren im But senken

Hier stoßen wir auch wieder Türen in riesige Kontroversen auf…

Ein anderer Blick auf Diabetes Typ 2 ist nämlich, dass Insulinresistenz durch freie Fettsäuren im Blut verursacht wird, die die Aufnahme von Zucker in den Zellen blockieren. (Statt der weit-verbreiteten These, dass Diabetes nur durch Zucker verursacht wird, der die Zellen gegenüber Insulin “abstumpft”…) (Studie, Studie, Studie)

Das aber erstmal nur, um es mal gesagt zu haben.

Was für dieses Thema hier relevant ist: Freie Fettsäuren lösen Tryptophan von den Transportproteinen und machen dadurch Tryptophan verfügbar, so dass es in Serotonin umgewandelt werden kann.

Du kannst freie Fettsäuren senken, indem du abends 500mg Vitamin B3 in der Form Nicacinamid einnimmst.

Auch Vitamin E ist dafür hilfreich.

5. Kalte Duschen

Über die sonstigen Vorteile der kalten Dusche habe ich hier ausführlicher geschrieben.

Noch ein weiterer positiver Nebeneffekt ist: Kalte Duschen können die Ausschüttung von Serotonin im Gehirn unterdrücken. (Studie, Studie)

6. Supplements, die Serotonin senken

  1. Kreatin
  2. Theanin: Dieser aus Tee bekannte Wirkstoff senkt bekanntermaßen Stress im Allgemeinen, aber eben auch Serotonin. (Studie)
  3. Glycin: Die Aminosäure senkt die Serotoninausschüttung im Gehirn. (Studie)
  4. Vitamin E: Niedrige Vitamin-E-Werte senken Dopamin und erhöhen Serotonin. (Studie)
  5. Magnesium: Auch ein Magnesium-Mangel steht in Verbindung mit erhöhten Serotoninwerten (niedrigen T-Werten). (Studie)

7. Befreie dich aus gelernter Hilflosigkeit

Zum Schluss der wichtigste Punkt: Wenn du dich fühlst als wäre alles gegen dich, als hättest du keine Chance irgendetwas Positives zu bewirken – und sei es in deinem eigenen Leben – dann ist es an der Zeit auszubrechen.

Serotonin hängt eng zusammen mit diesem Zustand, der sich “gelernte Hilflosigkeit” nennt.

Allgemein ist das ein Zustand, der sich dadurch auszeichnet, dass ein Organismus schmerzhaften Einflüssen ausgesetzt ist, aber nicht mehr in der Lage ist, irgendetwas dagegen zu unternehmen, oder daraus auszubrechen… obwohl er es könnte. 

Er hat gelernt, sich seinem schmerzhaften Schicksal zu ergeben, obwohl er etwas ändern könnte.

Das klassische Beispiel ist der Zirkuselefant, der als Baby angekettet wird, sich anfangs noch als schwächliches Elefantenbaby gegen seine Fessel wehrt… aber nach einigen Wochen oder Monaten merkt er, es ist aussichtslos und er gibt auf.

Als ausgewachsener Elefantenbulle ist die Kette um seinen Fuß immer noch die Gleiche und es würde ein kurzes Zucken reichen, um sich zu befreien, aber er versucht es nicht mehr, weil er sich seinem traurigen Schicksal ergeben hat. Er hat gelernt, dass es aussichtslos ist, für eine bessere Zukunft zu kämpfen (metaphorisch gesprochen).

Dieser Zustand der gelernten Hilflosigkeit ist geprägt durch hohe Serotoninwerte…

Wenn Tiere unausweichlichen schmerzhaften, oder belastenden Einflüssen ausgesetzt werden, dann steigt Serotonin. (Studie)

Umgekehrt kann der Zustand der gelernten Hilflosigkeit auch erzeugt werden, indem Serotonin künstlich gesteigert wird.

In dieser Studie wurde Tieren Serotonin verabreicht und sie entwickelten Symptome, die diesen Zustand ausmachen. (Studie)

Jetzt noch die Frage, was können das für negative Einflüsse sein, die uns Menschen in diesen Zustand treiben?

Das können innere und äußere Einflüsse sein.

Vielleicht der stärkste innere Verursacher gelernter Hilflosigkeit ist Selbstbestrafung.

Bestrafung ist ein sehr effektiver Weg, um Serotonin im Gehirn zu erhöhen. (Studie)

Zu niemandem sind wir so hart wie zu uns selbst. Viele machen sich selbst fertig, wenn sie unzufrieden sind mit sich selbst oder ihrer Leistung. Sie prügeln mental auf sich ein.

Wenn das regelmäßig passiert, dann entsteht irgendwann eine Grundhaltung, in der wir nie genug sind. In der alles was wir machen, zu wenig ist.

Wir vergessen die Macht, die wir wirklich haben, dass wir wirklich etwas bewirken können und ergeben uns der Hilflosigkeit.

Äußere Einflüsse sind schmerzhafte, stressige oder traumatisierende Stimuli, denen wir immer wieder ausgesetzt sind.

Was könnte das für ein Stimulus sein?

Aktuell reicht die Tagesschau als Beispiel.

Das Virus ist eine unsichtbare Bedrohung, die ständig über uns allen schwebt, wie ein Damoklesschwert. Wir dürfen nur noch für das nötigste aus dem Haus gehen und fühlen uns machtlos. Wir können scheinbar nichts tun, außer den Kopf einziehen, untertauchen und darauf hoffen, dass die Welle uns nicht erwischt.

Dazu passt gut, dass ein geleaktes, vertrauliches Strategiepapier der Bundesregierung zeigt, dass die deutsche Regierung zusammen mit Medien und einigen Wissenschaftler auf eine Schockstrategie setzt, indem den Menschen Angst vor einem Worst-Case-Szenario gemacht werden soll. (Quelle)

Die Allgemeinbevölkerung, für die das Virus größtenteils harmlos ist, soll vor einem qualvollen Tod durch Erstickung gewarnt werden. Ebenso soll explizit davor gewarnt werden, dass Kinder die auf Spielplätzen spielen den qualvollen Tod ihrer Eltern verursachen können. (Quelle)

So ist es dann auch kein Zufall mehr, dass beispielsweise die Zahl der Anrufer in Indiana beim Notfalltelefon für mentale Probleme von rund 1.000 pro Tag auf 25.000 pro Tag angestiegen ist. Unter anderem wegen Selbstmordgedanken. (Quelle)

Es ist vollkommen klar: Das ist momentan eine heftige Situation, die wir so noch nie erlebt haben. 

Aber wir sind nicht hilflos. 

Wir können was machen.

Zum Beispiel kannst du dein Immunsystem auf Vordermann bringen.

Du kannst anfangen zuhause zu trainieren und deine Fitness verbessern.

Du kannst stärker aus dieser Krise hervorgehen.

Falls du dabei mit deiner T-Produktion anfangen willst, dann kommst du hier zu meinem E-Book.

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