“You’re gonna get sick, and you’re gonna die, and you’re gonna deserve it — because you’re fuckin’ weak, and you have a fuckin’ weak immune system!”

– Geroge Carlin

Dein Immunsystem ist für dich, was das Antivirenprogramm für deinen PC.

Es blockt Eindringlinge mit schlechten Absichten und macht solche unschädlich, die es geschafft haben.

Ein starkes Immunsystem ist die erste und stärkste Verteidigungslinie hinter die dein Körper sich zurückzieht. Es ist unerlässlich, wenn du dich vor Viren, Bakterien, aber auch vor Parasiten (die deinen Verstand angreifen) schützen willst.

Und wenn dich der gesundheitliche Aspekt nicht überzeugt, dann vielleicht dieser:
Eine Studie, die in der Zeitschrift Nature Communications veröffentlicht wurde, will herausgefunden haben, dass Frauen Männer attraktiver finden, die ein starkes Immunsystem haben.

Welche Tipps gibt es noch, um das Immunsystem zu stärken, außer „Iss mehr Obst und Gemüse“?

Gesunder Darm = Gesunder Körper?

Seit dem Buch „Darm mit Charme“ von Giulia Enders hat dieses Organ etwas mehr Aufmerksamkeit erlangt. Und das völlig zurecht, denn ca. 80% aller Abwehrzellen und zahlreiche Lymphknoten befinden sich dort, die alle daran arbeiten „schlechte“ Bakterien, Pilze, Viren und Parasiten zu bekämpfen und auszuscheiden. Man kann also sagen, dass das Immunsystem seine Arbeit vor allem über den Darm verrichtet.

Dieses System funktioniert über die im Darm beheimateten „guten Bakterien“, landläufig bekannt als Probiotika, deren Zahl sich auf mehrere Billionen beläuft.

Für ein starkes Immunsystem ist ein gesunder Darm und damit eine reiche Besiedlung mit den gesunden Darmbakterien absolut entscheidend. Das Verhältnis von nützlichen Bakterien zu schlechten liegt in einem gesunden Darm bei ca. 85:15.

Es gibt allerdings einige Faktoren, die dazu führen, dass dieses Verhältnis sich zum schlechten verändert. Wenn du diese Faktoren so gut es geht meidest, dann bist du schon einen großen Schritt weiter deine Darmflora in Ordnung zu bringen:

  1. Antibiotika: Medikamente dieser Art zerstören nicht nur schädliche Bakterien, sondern auch die nützlichen Darmbakterien gleich mit.
  2. Mehrfach ungesättigte Fettsäuren: Diese Fettsäuren führen zu Entzündungen im Körper, vor allem, wenn das Verhältnis stark zugunsten der Omega-6 Fettsäuren verschoben ist. Das ist bei Sonnenblumenöl, Sojaöl und Margarine der Fall ist. Diese haben eine instabile Struktur und werden im Körper ranzig.[1]
  3. Leitungswasser: Das ist problematisch in Gegenden, wo das Wasser reich ist an Fluoriden und Chlor.
  4. Gluten: Die Verbindung zwischen Gluten und dem Leaky-Gut-Syndrom ist mittlerweile weitläufig anerkannt: Stark verarbeitete Getreideprodukte schaden deinem Darm.
  5. Zusatzstoffe und Pestizidrückstände in Lebensmittel: Beide sind gerade in der westlichen Welt Hauptverantwortliche für eine gestörte Darmflora.[2]

Der zweite Schritt ist, aktiv eine gesunde Darmflora aufzubauen. Das funktioniert mit der Einnahme von Probiotika. Entweder über natürliche Lebensmittel oder über eine Nahrungsergänzung.

Und die Vorteile davon sind beeindruckend:

Dein Immunsystem bekommt wieder seine Fußsoldaten zur Verfügung gestellt, im Kampf gegen eine Vielzahl von Angreifern und es funktioniert effizienter. Sogar gegen Allergien können die nützlichen Bakterien helfen.

Aber dabei hört es nicht auf: Sie verbessern auch die Gedächtnis- und Hirnleistung[3] und mildern Anspannung, Depressionen und Autismus.[4]

Unser besonderes Interesse gilt vor allem der Bakterienkultur des Lactobacillus reuteri. Denn diese hat in Studien an Mäusen gezeigt, dass sie sich zudem noch sehr positiv auf das männliche, reproduktive System auswirkt. In den Mäusen, die das Probiotikum verabreicht bekamen, lies sich folgendes beobachten:

  • Testosteron wurde gesteigert
  • Die Spermienqualität verbesserte sich
  • Die altersbedingte Schrumpfung der Hoden wurde aufgehalten[5]

Es macht also Sinn, sich etwas gezielter mit diesen Helfern zu versorgen.

Wie bekommt man Probiotika?

Bei der Fermentierung bestimmter Lebensmittel entstehen Probiotika. Wenn du deine Darmflora verbessern willst, ist es ratsam, täglich eine Portion von min. einem der Produkte aus dieser Liste zu dir zu nehmen:

  • Sauerkraut
  • Kombucha
  • Kefir
  • Joghurt
  • Kimchi

Oder du gehst den einfachen Weg und legst dir ein Ergänzungsmittel zu. Da ist allerdings Vorsicht geboten, denn dadurch, dass der Markt dafür immer größer wird, wird auch die Zahl an wirkungslosen Produkten (aber dafür mit wirksamen Marketing) immer größer.

Nicht die Menge der Bakterien in einer Kapsel ist entscheidend, sondern WELCHE Bakterien enthalten sind. Außerdem achte darauf, dass es sich auch um lebende Bakterienstämme handelt. Denn wenn der Hersteller die Produkte nicht richtig lagert, sterben die Bakterien in der Kapsel und du hast umsonst Geld ausgegeben. Wenn du auf der sicheren Seite sein willst, ist das hier ein positives Beispiel: Probiona Kulturen Komplex Kapseln)

Fazit

Bring deinen Darm in Ordnung und deine Gesundheit folgt auf dem Fuße.

Vermeide dafür mehrfach ungesättigte Fettsäuren, pestizidbelastete Lebensmittel und verarbeitete Produkte so gut es dir möglich ist.

Um nützliche Bakterien anzusiedeln konsumiere täglich Sauerkraut, Kombucha, Kefir oder Kimchi und/oder lege dir ein Ergänzungsmittel zu. Das ist besonders wichtig, wenn du gerade eine Antibiotika-Kur hinter dir hast.

 

 

[1] Martinez-Medina, Margarita; Denizot, Jérémy; Dreux, Nicolas; Robin, Frédéric; Billard, Elisabeth; Bonnet, Richard et al. (2014): Western diet induces dysbiosis with increased E coli in CEABAC10 mice, alters host barrier function favouring AIEC colonisation. In: Gut 63 (1), S. 116–124. DOI: 10.1136/gutjnl-2012-304119.; http://drhyman.com/blog/2016/02/18/how-to-fix-your-gut-bacteria-and-lose-weight/

[2] Joly, Claire; Gay-Quéheillard, Jérôme; Léké, André; Chardon, Karen; Delanaud, Stéphane; Bach, Véronique; Khorsi-Cauet, Hafida (2013): Impact of chronic exposure to low doses of chlorpyrifos on the intestinal microbiota in the Simulator of the Human Intestinal Microbial Ecosystem (SHIME) and in the rat. In: Environmental science and pollution research international 20 (5), S. 2726–2734. DOI: 10.1007/s11356-012-1283-4.

[3] Misra, Shubham; Medhi, Bikash (2013): Role of probiotics as memory enhancer. In: Indian journal of pharmacology 45 (3), S. 311–312. DOI: 10.4103/0253-7613.111917.

[4] Wang, Huiying; Lee, In-Seon; Braun, Christoph; Enck, Paul (2016): Effect of Probiotics on Central Nervous System Functions in Animals and Humans: A Systematic Review. In: Journal of neurogastroenterology and motility 22 (4), S. 589–605. DOI: 10.5056/jnm16018.

[5] Poutahidis, Theofilos; Springer, Alex; Levkovich, Tatiana; Qi, Peimin; Varian, Bernard J.; Lakritz, Jessica R. et al. (2014): Probiotic microbes sustain youthful serum testosterone levels and testicular size in aging mice. In: PloS one 9 (1), e84877. DOI: 10.1371/journal.pone.0084877

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