Nicht nur für Männer, die planen ein Kind zu haben, sind die Themen „Fruchtbarkeit“ und „Spermienzahl erhöhen“ relevant.
Alle Männer profitieren davon, sich damit zu beschäftigen, denn die Spermienzahl ist ein sehr guter Indikator für die männliche Gesundheit.

Ist die Zahl und Qualität niedrig, dann spricht das für tieferliegende gesundheitliche Probleme.

Spermien brauchen ca. 75 Tage um zu reifen, deshalb sind insbesondere die 3 Monate vor der geplanten Befruchtung wichtig, um deine Ernährung umzustellen und neue Gewohnheiten einzuüben, damit du die höchsten Chancen auf Erfolg und ein gesundes Baby hast.

Die traurige Wahrheit ist allerdings: Die Spermienzahl von Männern aus westlichen Ländern ist seit 1973 drastisch gesunken ist. Sie hat sich mehr als halbiert. Verschiedene Faktoren sind dafür verantwortlich.

Deshalb lohnt es sich, dich so früh wie möglich mit dem Thema zu beschäftigen.

So weißt du, was die Faktoren sind, die dir deine Fruchtbarkeit rauben und kannst dieser Entwicklung frühzeitig entgegensteuern.

In diesem Artikel schauen wir uns die Schritte an, die dafür notwendig sind.

Und falls du noch tiefer einsteigen willst:

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Warum Unfruchtbarkeit bei Männern immer häufiger wird

Neue Studien zeigen, dass Unfruchtbarkeit bei Männern in den letzten Jahren enorm zugenommen hat.

Die Samenqualität hat in den letzten 15 Jahren rapide abgenommen und siebenmal so viele Männer werden behandelt, weil sie keine Kinder kriegen können.

Und die Probleme gehen schon früh los. (Quelle)

Forscher an der Hebrew University und der Icahn School of Medicine fanden heraus, dass die Spermienzahl um 59% gesunken ist.

An mancher Stelle wird schon spekuliert, ob die Menschheit wohl daran ausstirbt, dass die Männchen der menschlichen Spezies nicht mehr zeugungsfähig sind. (Quelle)

Was sind die Ursachen für diesen drastischen Fruchtbarkeitseinbruch?

Über jede einzelne habe ich schon ausführlich an anderer Stelle geschrieben, denn das sind die gleichen Faktoren, die auch Testosteron senken.
Aber hier ist nochmal eine grobe Zusammenstellung:

Zu viel Östrogen

Eine Studie von 1993 fand heraus, dass 53% der untersuchten unfruchtbaren Männer stark erhöhte Östrogenwerte hatte. (Studie)

Und die traurige Nachricht ist: Erhöhte Östrogenwerte sind weit verbreitet. Das hat viele verschiedene Ursachen:

  • Plastik: Die meisten Plastikprodukte enthalten sogenannte Xenoöstrogene. Das sind Chemikalien, die ähnlich zu Östrogen sind und sich an den Östrogenrezeptor im Körper binden. Dadurch erhöhen sich die Östrogenwerte, Testosteron wird gesenkt und die Spermienqualität gleich mit.
  • Pestizide: Die meisten Pestizide sind sogenannte endokrine Disruptoren. Das heißt sie behindern die normale Produktion von Hormnen und insbesondere Testosteron. Einigen dieser Pestiziden wird sogar eine „feminisierende“ Wirkung zugeschrieben.
  • Bestimmte Medikamente: Ibuprofen erzeugt innerhalb von 14 Tagen einen Zustand, der als „Compensated Hypogonadis“ bezeichnet wird und durch dysfunktionelle Hoden charakterisiert ist. Die Fruchtbarkeit wird stark eingeschränkt, Depressionen und Herzfehler sind häufige Begleiterscheinungen. (Quelle)
  • Übergewicht: Überschüssiges Fettgewebe produziert das Aromatase-Enzym, das Testosteron in Östrogen umwandelt.

Stress

Frauen, die langfristig erhöhte Cortisolwerte aufweisen, haben Probleme schwanger zu werden. Für Männer gilt das Gleiche.

Je höher die Cortisolwerte eines Mannes, desto niedriger seine Spermienzahl und Spermienbeweglichkeit. (Quelle, Quelle)

Strahlung

Die Entwicklung kabelloser Technologien macht unser Leben einfacher… doch für unsere Fruchtbarkeit sind sie eine Gefahr.

Die elektromagnetischen Strahlen von Handys, Laptops und Videospiel-Controller durchdringen die dünne Haut deiner Spermienproduzenten und schädigen deine Schwimmer. Spermienzahl und -qualität sinken, und das Risiko für Geburtsdefekte steigt. (Quelle)

Halte sämtliche sendende Gerätschaften möglichst von deinen Eiern fern. Schalte dein Handy in den Flugmodus, wenn du es in der Hosentasche mit dir herumträgst und nutze den Laptop nicht auf deinem Lap.

Pflanzliche Öle

Als regelmäßiger Leser weißt du schon, dass ich pflanzliche Öle und mehrfach ungesättigte Fettsäuren auf dem Kieker habe.
Und sie enttäuschen meine Befürchtungen selten.
Auch in diesem Fall.

In einer Studie mischten die Forscher eine kleine Menge mehrfach ungesättigten Fettes (Linolsäure) mit Spermaproben von 11 Testpersonen. Das Ergebnis?
75% der Spermien hörten auf sich zu bewegen. (Studie)

Interessant ist dabei, dass gesättigtes Fett keine Toxizität auf die Spermien aufwies.

Die lipide Peroxidation mehrfach ungesättigter Fettsäuren (a.k.a ihr „Ranzig-werden im Körper“) kann die Spermienzahl außerdem drastisch senken. (Quelle)

Mehrfach ungesättigte Fettsäuren finden sich in Sonnenblumenöl, Sojaöl, Rapsöl, Margarine, Distelöl und dergleichen.

Mangelernährung (besonders fettlösliche Vitamine)

Veganismus und Vegetarismus sind so beliebt wie noch nie.
Überall schießen vegane Restaurants aus dem Boden und im Supermarkt werden Lebensmittel erfolgreich mit dem „Vegan“-Logo beworben.

Die vegane Community hat vollkommen recht, dass wir über Tierhaltung reden müssen. Massentierhaltung ist weder gut für die Tiere noch für uns Menschen.
Doch klar ist auch, dass Veganer Schwierigkeiten haben, sich ausreichend mit bestimmten Nährstoffen zu versorgen.

Und das gilt insbesondere für das berüchtigte Vitamin B12 und die fettlöslichen Vitamine A und K, die ganz entscheidend sind für die reproduktive Gesundheit.

Vitamin A wird benötigt, um aus Cholesterin das Muttersteroid Pregnenolon herzustellen, dass wiederum gebraucht wird, um Testosteron zu synthetisieren und selbst entscheidend an der Spermatogenese beteiligt. (Studie, Studie, Studie, Studie)

In den 40er Jahren wurde Pregnenolon sogar als Medikament eingesetzt, um Unfruchtbarkeit zu kurieren.

Veganer werden jetzt argumentieren, dass in pflanzlichen Lebensmitteln auch Vitamin A vorhanden ist und zwar in der Form Beta-Carotin.
Und es stimmt, dass der Körper aus Beta-Carotin die aktive Form von Vitamin A herstellen kann.

Das Problem ist, dass diese Herstellung nicht im Verhältnis 1:1 passiert. Obst kann beispielsweise nur im Verhältnis 12:1 und Blattgemüse nur im Verhältnis 28:1 umgewandelt werden. (Studie)

Und je höher die Dosis, desto schlechter die Umwandlung.
Wenn Testpersonen 6mg pures Beta-Carotin in Öl verabreicht wurde, konnte der Körper es noch im Verhältnis 3,8:1 in Vitamin A umwandeln. Bei 126mg waren es dann nur noch 55:1. (Studie)

Dazu kommt noch, dass nicht alle Menschen gleich gut Beta-Carotin in Vitamin A umwandeln können. Denn dafür wird ein Enzym benötigt, dass nicht alle Menschen haben.

Kurz: Aktives Vitamin A ist nur ein beispielshaftes Vitamin, das bei einer veganen Ernährung etwas kurz kommt, da das Provitamin Beta-Carotin eine niedrige Bioverfügbarkeit hat. Das aktive Vitamin A findet sich nur in tierischen Produkten. Daneben sind noch Vitamin K, Vitamin B12 und Zink zu nennen.

Aber nicht nur Veganer laufen Gefahr sich mit essenziellen Nährstoffen unzureichend zu versorgen. Auch unsere westliche Diät, die vorwiegend aus stark verarbeiteten Lebensmitteln besteht, gibt uns nicht das, was unsere Körper brauchen.

Welche Werte sind normal?

Die bessere Frage ist: Welche Werte solltest du anstreben?
Denn normal heißt nicht gleich gut.

Wenn die Spermienzahl durchschnittlich um mehr als 50% gefallen ist seit 1973, dann ist es für den gesundheitsbewussten Mann nicht erstrebenswert im heutigen Durchschnitt zu liegen.

1973 lag die durchschnittliche Spermienzahl bei 99 Millionen pro Milliliter.
2011 lag sie nur noch bei 47,1 pro ml. (Quelle)

Alles unter 39 Millionen pro ml wird als niedrig bezeichent.
15 Millionen gelten laut der WHO als Referenzwert für Unfruchtbarkeit.

Die Spermienzahl lässt sich am besten bei einem Urologen bestimmen.
Für einen groben Überblick gibt es allerdings auch Testkits für zuhause.

Was du tun kannst, um deine Fruchtbarkeit zu erhöhen

Jetzt endlich zu den guten Nachrichten: Was kannst du tun, um deine Fruchtbarkeit zu verbessern und deine Spermienzahl und -qualität zu erhöhen?

Ausreichende Versorgung mit Vitaminen und Mineralien

Wie schon angesprochen wird Vitamin A benötigt, um die Hormone herzustellen, die für eine gesunde Spermatogenese benötigt werden.
Vitamin A findest du in Leber, Käse, Butter Lebertran und mit Abstrichen Süßkartoffeln und Möhren.
Falls du diese Lebensmittel nur selten isst, dann kannst du mit einem Ergänzungsmittel nachhelfen, dass die aktive Form von Vitamin A enthält.

Vitamin E wird in manchen Kreisen auch das „Fruchbarkeits-Vitamin“ genannt, denn es erhöht den Testosteronspiegel und verbessert die Furchtbarkeit von sowohl Männern als auch Frauen.
Als Antioxidans schützt es die Zellen vor oxidativem Schaden und toxischen Substanzen.
Studien zeigen, dass Vitamin E dadurch die Spermienzahl erhöhen kann.
Vitamin E findest du in Spinat, Paranüssen, Eigelb, Avocado und Schrimps. (Quelle)

Vitamin K, in der Form K2 Mk-4 erhöht nachweislich den Testosteronspiegel und verbessert die Spermienqualität. Es findet sich in Weidebutter, Leber und Eigelb.

Vitamin B12 hält die Nervenzellen gesund und unterstützt den Körper bei der DNA-Herstellung. Ein Vitamin B12 Mangel kann die Spermienzahl und -beweglichkeit senken und erhöht das Risiko für Fehlgeburten. (Mehr dazu: Hier und hier)
Auch Vitamin B12 findet sich in Leber, Rindfleisch, Eiern und Milchprodukten.

Drei wichtige Mineralien für die Fruchtbarkeit und Testosteronproduktion sind Folsäure, Zink und Selen.
In einer Studie erhöhten 5mg Folsäure zusammen mit 66mg Zink die Spermienzahl von Männern mit Fruchtbarkeitsproblemen um 74%. (Quelle)
ABER mit Ergänzungsmitteln nachzuhelfen ist meiner Ansicht nach weniger ratsam bei Folsäure. Besser sind natürliche Lebensmittel. Folsäure findet sich vor allem in Leber, Spargel, Eiern, Roter Beete und Zitrusfrüchten.
Zink gibt es in Austern, Fleisch, Milchprodukten und Eiern.

Vermeide Toxine und endokrine Disruptoren, wo du kannst

Kaufe so viel wie möglich Bio, um deine Pestizidbelastung zu reduzieren. Insbesondere gilt das für Äpfel, Blaubeeren, Erdbeeren, Grünkohl und Spinat, Bohnen, Gurken, Kürbis, Paprika, Pfirsiche und Nektarinen, Trauben.
Das sind die Lebensmittel, die am stärksten behandelt werden.

Verzichte möglichst auf Plastik.

  • Trinke kein Wasser aus Plastikflaschen, die in der Sonne standen.
  • Wärme niemals dein Essen in einer Plastikschale in der Mikrowelle.
  • Trinke so wenig Soft-Drinks wie möglich, die in Plastikfalschen abgefüllt wurden. Die darin enthaltene Säure sorgt ebenfalls dafür, dass sich schädliche Substanzen aus dem Plastik mit dem Getränk vermischen.
  • Besonders für den Sport benutze eine Metallflasche. Das ist der letzte Ort, wo du deine Östrogenlevels steigern willst.
  • Benutze Kochutensilien aus Holz.
  • Benutze eine Zahnbürste aus Holz.
  • Bewahre dein Essen in Metallbehältern auf.

Verwende natürliche Pflegeprodukte,

Benzophone und Parabene sind endokrine Disruptoren, die Testosteron senken. Greife besser zu Pflegeprodukten, die auf natürlichen Inhaltsstoffen basieren.

Sonnenbäder

Schon 1939 fand Dr. Myerson heraus, dass die Testosteronwerte seiner Probanden um durchschnittlich 120% anstiegen, wenn sie jeden Tag für einige Zeit oberkörperfrei in die Sonne gingen.

Und auch die Spermienproduktion wird durch Sonnenlicht angeregt.

Für alle Nudisten unter meinen Leser sind das gute Nachrichten, denn das gilt vor allem, wenn auch die Hoden für kurze Zeit dem Sonnenschein ausgesetzt sind.

Für die Wintermonate kann Rotlichttherapie Abhilfe schaffen. (Mehr dazu: Hier, hier und hier)

Steigere deinen Testosteronspiegel

Testosteron ist DAS männliche Sexualhormon.
Es sorgt für eine gesunde Libido, erektile Funktion und ist an der Spermienproduktion beteiligt.

Wenn du deine Zeugungsfähigkeit verbessern willst, führt kein Weg am großen T vorbei.

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Fazit

Die Spermienzahl kann als Stellvertreter für die männliche Gesundheit bezeichnen werden.

Nachkommen zu produzieren ist unsere biologische Bestimmung und wenn ein Mann unter 40 dazu nicht mehr in der Lage ist, dann deutet das auf ein Problem hin.

Das Problem ist, dass heutzutage viele Gefahren unsere Fruchtbarkeit bedrohen. In diesem Artikel habe ich dir 7 Wege gezeigt, wie du deine Zeugungsfähigkeit und Spermienzahl erhöhen kannst.

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