Das Wachstumshormon (englisch: Human Growth Hormon (HGH)) ist ein sprichwörtlicher Jungbrunnen. Es ist das antig-aging, Fettverbrennungs- und Muskelaufbau Hormon. Viele Schauspieler und Promis spritzen sich dieses Hormon in künstlicher Form, um fit, jung und klar zu bleiben.

Die meisten Männer beschäftigen sich nur damit, wie sie Testosteron und DHT steigern können und auch auf diesem Blog ging es bisher vor allem um diese beiden Themen. Das Wachstumshormon wird oft übersehen, aber es birgt immense Vorteile auch dieses Hormon auf natürliche Weise zu optimieren:

Schnellere Fettverbrennung

Das Wachstumshormon beschleunigt den Prozess, der sich Lipolyse nennt. Dabei werden Lipide (aka Fette) aufgespalten. Dieser Vorgang erzeugt Gewichtverlust.

In einer Studie über 12-Wochen wurden 24 übergewichtige Männer in zwei Gruppen aufgeteilt. Der einen Gruppe wurde das Wachstumshormon verabreicht, die andere erhielt ein Placebo.[1]

Die Ergebnisse zeigen, dass die Gruppe, die Hormone verabreicht bekam, fast doppelt so viel Fett verbrannte. Und was noch interessanter ist: Die Placebo Gruppe verlor in den 12 Wochen Muskelmasse, während die Gruppe, die HGH erhielt an Muskelmasse zugelegt hat!

Und gleich schauen wir uns an, wie du auf natürliche Art und Weise dein Wachstumshormon steigerst, OHNE künstliche Zufuhr.

Mehr Muskelkraft und Muskelaufbau

Dafür ist HGH in der Fitnessindustrie berühmt geworden: Es verbessert die körperliche Stärke und den Muskelaufbau.

Um das zu beweisen haben Tavares et al. 2014 eine Studie mit 14 gesunden Männern durchgeführt. Jeder von ihnen war zwischen 50 und 70 Jahren alt und sie wurden in 2 Gruppen aufgeteilt. 7 Teilnehmern wurde das Wachstumshormon verabreicht, während die andere Gruppe ein Placebo erhielt.

Nach 6 Monaten wurden die Ergebnisse gemessen und die Forscher stellten fest, dass die Gruppe, die das Hormon enthielt, signifikant ihre Kraft an der Beinpresse erhöhen konnte gegenüber der anderen Gruppe.[2]

Verringertes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Erwachsene, die einen Wachstumshormon-Mangel haben, setzen sich einem größeren Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen aus und haben damit eine geringere Lebenserwartung.[3]

Weitere Vorteile

Außerdem steht HGH in Verbindung mit

  • Besserer Laune und kognitiven Funktionen[4]
  • Gesteigerter reproduktive Gesundheit[5]
  • Verbessertem Schlaf[6]

Wenn du deine Produktion des Wachstumshormons ankurbelst, verschaffst du dir einen großen Vorteil in Sachen Gesundheit und Fitness. Mehr Energie, Ausdauer, Muskelmasse, niedrigerer Blutdruck, verringertes Risiko für Diabetes und mehr (sexueller) Drive sprechen eine eindeutige Sprache.

Mit den folgenden Tipps steigerst du dein Wachstumshormon rasant:

1. Körperfett reduzieren

Wie auch für die Steigerung des Testosteronspiegels ist der erste wichtige Schritt das Körperfett zu reduzieren.

Schlank sein, bzw. wenig Körperfett, steigert die androgenen Hormone, senkt Östrogene, senkt Cortisol, verbessert Insulinsensitivität und es steigert HGH. Es hat tausende Vorteile und nicht einen einzigen Nachteil. Die Menschen werden immer übergewichtiger, gleichzeitig immer ungesünder und produzieren immer weniger Testosteron. Und auch ein Wachstumshormon-Mangel geht mit diesem Zustand einher.[7]

Die nächsten Schritte helfen dir glücklicherweise bei beidem, wenn du mit deinem Gewicht kämpfst: Sie steigern das Wachstumshormon und sie helfen dir beim Abnehmen.

2. Hochintensives Intervalltraining & Krafttraining

Wenn du diese beiden kombinierst, dann generierst du den maximalen hormonellen Effekt, baust schnell Muskelmasse auf und verbrennst Fett.

Übertraining ist natürlich trotzdem zu vermeiden, aber ein Mix aus 2-3x die Woche Krafttraining und 2x die Woche HIIT wird sehr schnell Ergebnisse liefern.

In einer Studie stieg das Wachstumshormon nach 12 Wochen mit regelmäßigem Krafttraining um fast 45% an.[8]

Ein Experiment von 2008 zeigte sogar, dass das Wachstumshormon durch Sport um bis zu 500% gesteigert werden kann![9]

Eine komplette Anleitung zu HIIT und auch zu Krafttraining findest du hier.

3. 5 Nahrungsmittel, die HGH steigern

Auch in Sachen Ernährung können wir der körpereigenen Wachstumshormonproduktion ordentlich auf die Sprünge helfen. Es gibt einige Nahrungsmittel, die erwiesenermaßen HGH erhöhen.

  • Knoblauch: Schon diverse Male wurde er auf diesem Blog promotet und auch diesmal kommen wir nicht an ihm vorbei. Alles an ihm ist genial… bis auf den Knoblauchatem. Er enthält Antioxidantien, unterdrückt Aromatase, steigert Testosteron, senkt Cortisol, ist randvoll mit Vitaminen und Mineralien, passt zu den meisten Mahlzeiten und ist billig. UND Knoblauch steigert das Wachstumshormon, durch eine Komponente mit dem Namen Kyolic.[10] Wenn du kein Fan von Knoblauch bist, oder die Vorteile gern ohne den einen Nachteil hättest, dann kannst du auch zu einem Knoblauchextrakt greifen.
  • Vitamin-C-reiches Obst und Gemüse: Vitamin C stimuliert eine spontane HGH-Ausschüttung und ist in der Hinsicht einzigartig.[11] Esse also den Tag über einige Früchte, die reich an Vitamin C sind, um davon zu profitieren: Paprika, Kiwi, Beeren, Ananas, Orangen, Zitronen, Kartoffeln, Spinat…
  • Eier: Vitamin A, E, D, K, B-Vitamine, gesunde Fette, Peptide… Qualitativ hochwertige Eier sind mit die besten Nahrungsmittel für deine Hormone. Sie kurbeln nicht nur die Testosteronproduktion an, sondern auch die des Wachstumshormons.
  • Es ist kein Geheimnis mehr, dass Kokosöl die Gesundheit in allen Belangen fördert. Eine kurze Recherche reicht, um zu wissen, dass es enorme Vorteile mit sich bringt täglich einen Löffel Kokosnussöl zu sich zu nehmen. Und das gilt auch für das Wachstumshormon.
  • Ackerbohnen: Sie sind der „König“ der Bohnen und enthalten nicht nur zahlreiche Vitamine und Mineralien, sondern sind auch ein ausgezeichneter Wachstumshormonbooster. Sie sind reich an Levodopa, das diesen Boost möglich macht.

4. Intermittierendes Fasten

Durch intermittierendes Fasten kann das HGH um bis zu 2000% gesteigert werden!

Intermittierendes Fasten bedeutet ganz einfach, dass du deinen Tag in eine Fasten- und eine Essensphase einteilst: Du hast eine tägliche Fastenperiode und ein Zeitfenster fürs Essen. Es gibt verschiedene Ansätze, wie du diese beiden Phasen ausgestaltest. Der bekannteste und für Anfänger am besten geeignetste ist aber die 16:8-Methode: Dabei wird jeden Tag 16 Stunden gefastet und innerhalb von 8 Stunden alle Kalorien gegessen, die man braucht. Es geht also beim intermittierenden Fasten absolut nicht darum zu hungern, oder seine Kalorienmenge zu beschränken. Es geht darum alle Kalorien in einem kleineren Zeitfenster zu sich zu nehmen.

Beispielsweise kann dein Tag nach der 16:8-Methode so aussehen: Um 20:00 Uhr isst du deine letzte Mahlzeit und anschließend beginnt deine „Fastenzeit“. Du isst nichts mehr. Auch keine Snacks. Und du trinkst nichts mehr, was Kalorien enthält (Wasser natürlich so viel wie du willst). Über Nacht wird das Fasten dann ganz natürlich aufrechterhalten. Wenn du am Morgen um 07:00 Uhr aufwachst, hast du bereits 11 Stunden gefastet. Du lässt das Frühstück weg (eine Tasse Kaffee ist in Ordnung, da er keine Kalorien hat) und brichst das Fasten um 12:00 Uhr mit dem Mittagessen.

Das klingt erstmal banal, aber es ist beeindruckend, welche Vorteile schon diese 16 Stunden Fasten für deinen Körper haben.

5. Nahrungsergänzung

L-Arginin

Das ist wohl das bekannteste Ergänzungsmittel, um die Produktion des Wachstumshormons zu steigern. L-Arginin ist eine Aminosäure, kommt also in vielen Proteinhaltigen Nahrungsmitteln ganz natürlich vor. Für den maximalen Effekt lohnt sich allerdings eine isolierte Einnahme, da die Konzentration da höher ist.

Nach einer Studie von 2008 steigern schon 5-9g täglich das HGH um 100%.[12]

Das Pulver schmeckt etwas gewöhnungsbedürftig und ist nicht jedermanns Sache. Wenn du überlegst dir L-Arginin-Kapseln zu kaufen, kann ich dir diese empfehlen.

Kreatin

Kreatin ist eines der bekanntesten Ergänzungsmittel in der Fitnessindustrie, da es Kraft, Muskelmasse und Testosteronproduktion verstärkt.

Daneben steigert es auch das Wachstumshormon.[13]

Wichtig ist, dass du beim Kauf auf die Qualität achtest. Das hier wäre ein gutes Beispiel.

Vitamin A

Forscher fanden 2016 heraus, dass Retinsäure für 24 Stunden das Hormon verstärkt, das HGH auslöst. Das sogenannte growth hormone-realeasing hormone. Dadurch wird die Ausschüttung des Wachstumshormons angeregt.[14]

Retinsäure ist ein Metabolit von Vitamin A.

Vitamin A findet sich vor allem in tierischen Quellen, wie Ei, Lamm und Rind.

Es kann auch aus Beta-Carotin hergestellt werden, dass sich in nennenswerten Mengen in Süßkartoffeln und Möhren findet.

Für den Körper ist allerdings die erste Variante besser verfügbar.

Wenn du nicht ausreichende Mengen mit der Ernährung aufnimmst, kann auch hier ein Ergänzungsmittel weiterhelfen. Ich fahre mit diesem ganz gut.

Fazit

Das sind 5 Schritte, um dein Wachstumshormon ganz natürlich anzukurbeln und von den Vorteilen zu profitieren:

  1. Abnehmen
  2. Training
  3. Ernährung
  4. Intermittierendes Fasten
  5. Ergänzungen

Falls du noch tiefer einsteigen willst, dann ist mein Videokurs was für dich. Dort erfährst du in 1,5 Stunden alles über dieses Hormon mit den effektivsten Strategien und konkreten Anleitungen.

Schau mal rein. Du hast eine 30-Tage-Geld-zurück-Garantie!

 

[1] Kim, K. R.; Nam, S. Y.; Song, Y. D.; Lim, S. K.; Lee, H. C.; Huh, K. B. (1999): Low-dose growth hormone treatment with diet restriction accelerates body fat loss, exerts anabolic effect and improves growth hormone secretory dysfunction in obese adults. In: Hormone research 51 (2), S. 78–84. DOI: 10.1159/000023319.

[2] Tavares, A. B. W.; Micmacher, E.; Biesek, S.; Assumpção, R.; Redorat, R.; Veloso, U. et al. (2013): Effects of Growth Hormone Administration on Muscle Strength in Men over 50 Years Old. In: International journal of endocrinology 2013, S. 942030. DOI: 10.1155/2013/942030.

[3] Rosén, T.; Edén, S.; Larson, G.; Wilhelmsen, L.; Bengtsson, B. A. (1993): Cardiovascular risk factors in adult patients with growth hormone deficiency. In: Acta endocrinologica 129 (3), S. 195–200.

[4] Lasaite, Lina; Bunevicius, Robertas; Lasiene, Danute; Lasas, Liudvikas (2004): Psychological functioning after growth hormone therapy in adult growth hormone deficient patients: endocrine and body composition correlates. In: Medicina (Kaunas, Lithuania) 40 (8), S. 740–744.

[5] Becker, Armin J.; Uckert, Stefan; Stief, Christian G.; Scheller, Friedemann; Knapp, Wolfram H.; Hartmann, Uwe et al. (2002): Serum levels of human growth hormone during different penile conditions in the cavernous and systemic blood of healthy men and patients with erectile dysfunction. In: Urology 59 (4), S. 609–614.

[6] van Cauter, E.; Plat, L. (1996): Physiology of growth hormone secretion during sleep. In: The Journal of pediatrics 128 (5 Pt 2), S32-7.

[7] Bonert, Vivien S.; Elashoff, Janet D.; Barnett, Philip; Melmed, Shlomo (2004): Body mass index determines evoked growth hormone (GH) responsiveness in normal healthy male subjects: diagnostic caveat for adult GH deficiency. In: The Journal of clinical endocrinology and metabolism 89 (7), S. 3397–3401. DOI: 10.1210/jc.2003-032213.

[8] Craig, B. W.; Brown, R.; Everhart, J. (1989): Effects of progressive resistance training on growth hormone and testosterone levels in young and elderly subjects. In: Mechanisms of ageing and development 49 (2), S. 159–169.

[9] Kanaley, Jill A. (2008): Growth hormone, arginine and exercise. In: Current opinion in clinical nutrition and metabolic care 11 (1), S. 50–54. DOI: 10.1097/MCO.0b013e3282f2b0ad.

[10] Buz’Zard, Amber R.; Peng, Qiaoling; Lau, Benjamin H. S. (2002): Kyolic and Pycnogenol increase human growth hormone secretion in genetically-engineered keratinocytes. In: Growth hormone & IGF research : official journal of the Growth Hormone Research Society and the International IGF Research Society 12 (1), S. 34–40.

[11] Denny-Brown, S.; Stanley, T. L.; Grinspoon, S. K.; Makimura, H. (2012): The association of macro- and micronutrient intake with growth hormone secretion. In: Growth hormone & IGF research : official journal of the Growth Hormone Research Society and the International IGF Research Society 22 (3-4), S. 102–107. DOI: 10.1016/j.ghir.2012.03.001.

[12] Kanaley, Jill A. (2008): Growth hormone, arginine and exercise. In: Current opinion in clinical nutrition and metabolic care 11 (1), S. 50–54. DOI: 10.1097/MCO.0b013e3282f2b0ad.

[13] Schedel, J. M.; Tanaka, H.; Kiyonaga, A.; Shindo, M.; Schutz, Y. (2000): Acute creatine loading enhances human growth hormone secretion. In: The Journal of sports medicine and physical fitness 40 (4), S. 336–342.

[14] Maliza, Rita; Fujiwara, Ken; Tsukada, Takehiro; Azuma, Morio; Kikuchi, Motoshi; Yashiro, Takashi (2016): Effects of retinoic acid on growth hormone-releasing hormone receptor, growth hormone secretagogue receptor gene expression and growth hormone secretion in rat anterior pituitary cells. In: Endocrine journal 63 (6), S. 555–561. DOI: 10.1507/endocrj.EJ16-0086.

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